Die besten Einschlaftipps für dein Baby

Neugeborene machen oftmals die Nacht zum Tag und bringen Eltern an den Rand der Verzweiflung. Aber keine Panik, das ist ganz normal: Säuglinge schlafen von Natur aus nicht durch und brauchen eine gewisse Zeit und aktive Hilfestellung, bis dies gut funktioniert. Eltern können bei der Förderung des Babyschlafes durchaus eine zentrale Rolle spielen und ihrem Sprössling dabei helfen, richtig ein- und durchzuschlafen. Denn ein gleichmässiger Schlafrhythmus ist bereits direkt zu Anfang sehr wichtig und legt die Grundlage für später.

Warum Babys Probleme beim Einschlafen haben

Babys kennen grundsätzlich keine Tages- und Nachtzeiten, da sie dies während der Schwangerschaft im Bauch natürlich nicht erahnen konnten. Ein Richtwert bei Neugeborenen sagt, dass etwa 18 von 24 Stunden verschlafen werden. Wie sich diese Stunden auf den Tag und die Nacht verteilen, bestimmt einzig und allein das Baby selbst. Die wichtige Unterscheidung zwischen Tag und Nacht muss jeder Säugling nun also erst langsam für sich lernen. Meist entwickeln Babys diese Fähigkeit zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat. Eltern können ihrem Kind allerdings frühzeitig beibringen, ob es gerade Tag oder Nacht ist – so werden die Weichen für einen optimalen und vor allem altersgerechten Schlafrhythmus gestellt.

Oftmals schlafen Babys direkt beim Stillen beziehungsweise beim Saugen an der Flasche ein. Wichtig ist hierbei, dass die Kleinen lernen, ganz unabhängig davon einzuschlafen und nicht unbedingt auf den Sauger angewiesen sind – besonders nicht zum Einschlafen. Hier kann es schon helfen, wenn man den Sauger kurz vor dem Einschlafen aus dem Mund nimmt.

Gewusst wie: Einschlaftipps für Babys

Tipp 1: Nähe beruhigt

Obwohl das Kinderzimmer vielleicht bereits vollständig und kindgerecht eingerichtet ist, ist die Vorstellung, dass das Baby direkt nach der Geburt alleine dort schläft, praktisch unrealistisch. Neugeborene benötigen nach der Geburt noch sehr viel Nähe und Zuwendung. Sollte es direkt nach dem Krankenhausaufenthalt in sein eigenes Zimmer „verbannt“ werden, schadet dies nicht nur der Bindung zu den eigenen Eltern, sondern bringt auch den Rhythmus vollkommen durcheinander. Geborgenheit und Vertrautheit spielen nun eine zentrale Rolle. Babys benötigen anfangs die vertrauten Geräusche und Gerüche der (beiden) Elternteile, weshalb empfohlen wird, dass alle im gleichen Schlafzimmer schlafen sollten. Das muss nicht bedeuten, dass das Kind im Elternbett nächtigen muss, sondern lediglich im selben Raum und in nächster Nähe. Dazu eignet sich zum Beispiel ideal ein Beistellbettchen, was auch das nächtliche Stillen ausserordentlich erleichtert.

Tipp 2: Eine feste Schlafenszeit hilft

Ein fester Tagesablauf mit Schlafenszeiten kann Vieles erleichtern – nicht nur für das neugeborene Kind, sondern auch für die Eltern. Experten befürworten die sogenannte „Zwei-Stunden-Regel“: Diese besagt, dass das Baby schlafen gelegt werden soll, sobald es zwei volle Stunden wach war. Neugeborene melden sich anfangs sowieso etwa alle zwei bis drei Stunden, da sie dann Nahrung brauchen.

Zudem liegt es an den Eltern, eine geregelte Schlafenszeit für den Abend festzulegen. Es wird empfohlen, damit zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat zu beginnen. Meist liegt die abendliche Schlafenszeit bei Säuglingen zwischen 18:00 Uhr und 21:00 Uhr. Die jungen Eltern müssen dabei konsequent dafür sorgen, dass diese jeden Abend eingehalten wird und dürfen keinerlei Ausnahmen machen. Dies würde den Rhythmus des Babys nämlich wieder durcheinander bringen und es verwirren. Statistisch gesehen, lernen etwas mehr als die Hälfte der Neugeborenen in diesem Alter auch durchschlafen, wenn sie kurz vor dem Zubettgehen bestimmte Gute Nacht-Rituale durchleben. Etwa: Wickeln, Schlafsack anziehen, stillen beziehungsweise das Fläschchen geben, schlafen legen. Das Baby wird diese regelmässig wiederkehrenden Abläufe bald erkennen und findet so viel leichter zur Ruhe. Der Hunger ist gestillt, man ist warm und kuschelig eingepackt und das Traumland ruft…

Tipp 3: Die richtige Schlafatmosphäre

Gut gebettet schläft es sich am besten. Das Baby muss sich in seinem neuen Bettchen rundum wohlfühlen, denn dort verbringt es zu Beginn die meiste Zeit. Was am Anfang gebraucht werden, sind ein passender Schlafsack (bitte unbedingt auf Grösse und Jahreszeit achten!) und natürlich ganz viel Geborgenheit und Aufmerksamkeit. Alles weitere, wie zum Beispiel Kuscheltiere, Spieluhren, eine richtige Bettdecke und Kissen sollte erst einmal aus dem Bettchen entfernt werden. Diese Dinge könnten die Luftzufuhr des Säuglings einschränken und es somit beim freien Atmen und Bewegen stören. Die Matratze des Babybettchens sollte nicht allzu weich oder allzu hart sein, sodass ein optimaler Schlaf gewährleistet werden kann. Auch sollte das Zimmer immer gut gelüftet, aber nicht zu warm oder zu kalt sein. Für einen ruhigen Schlaf sollte das Zimmer auch ausreichend verdunkelt werden: Dies kann beispielsweise mit Vorhängen oder durch ein dimmbares Nachtlicht geschehen.

Tipp 4: Pucken

Manche Säuglinge reagieren sehr positiv auf das sogenannte Pucken. Dies ist eine besondere Wickeltechnik: Dabei wird das Baby mit angelegten Armen relativ fest in ein weiches Tuch oder eine kuschelige Decke eingewickelt. Diese Schlafmethode ist sehr alt und erfreut sich heutzutage bei vielen Eltern und Kindern an grosser Beliebtheit. Die wohlige Enge sorgt dafür, dass das Baby sich selbst ganz genau spüren kann und gibt ihm das noch aus dem Bauch vertraute Gefühl des Umhülltseins und der Geborgenheit zurück. Es fühlt sich näher mit der Mutter verbunden und behüteter. Babys werden gepuckt, da sie somit ruhiger und auch deutlich zufriedener schlafen.

Tipp 5: Vertraute Geräusche, die beim Einschlafen helfen

Das Baby nimmt bereits im Mutterleid verschiedene Geräusche wahr und gewöhnt sich an diese. Wenn es mit dem Einschlafen nach der Geburt nicht so richtig klappen will, helfen diese vertrauten Geräusche, um das Baby zu beruhigen und vielleicht sogar, um es zum Einschlafen zu bewegen. Bei diesen vertrauten Geräuschen handelt es sich um ganz banale, zumeist nebensächliche Dinge: Sei es der laufende Fön, der Staubsauger, die Waschmaschine oder sogar die Milchpumpe. Auch ein tropfender Wasserhahn beziehungsweise die Duschbrause können tröstend auf das Kind wirken. Am meisten wird der Säugling jedoch vom Geräusch des Herzschlages der Mutter beruhigt. Dieser regelmässige Ton hat das Baby die letzten Monate ständig begleitet und ist somit das vertrauteste Geräusch überhaupt.

Tipp 6: Entspannte Mama

Babys spüren, wenn etwas nicht stimmt oder wenn etwas nicht so ist, wie es sein sollte. Also spürt es auch, wenn die eigene Mama nicht richtig entspannt ist und sich zu sehr unter Druck setzt und stresst. Die Still- und Schlafzeiten des Babys sollten Mütter daher ganz bewusst nutzen, um durchzuatmen und sich zu entspannen.

Tipp 7: Geduld haben

Jedes Neugeborene ist anders und jedes Baby hat dementsprechend auch andere Bedürfnisse. Vielleicht klappt das perfekte Einschlafen nicht direkt zu Anfang und es müssen einige verschiedene Einschlafhilfen ausprobiert werden. Das kann sich über Wochen und Monate ziehen. Aber: Das macht überhaupt nichts. Übung macht den Meister!

Frischgebackene Eltern sollten keinesfalls verzweifeln und sich aus der Ruhe bringen lassen – schon gar nicht von anderen Eltern, die ständig neue Tipps auf Lager haben. Was bei der einen Familie gut funktioniert, muss bei der anderen Familie nicht automatisch auch klappen. Eltern sollten auf Ihr Baby „hören“ und besonders in den ersten Lebensmonaten viel Geduld aufbringen. Mit der richtigen Mischung aus Geborgenheit, Liebe und Aufmerksamkeit funktioniert alles! Sogar das Einschlafen mit Säuglingen.

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