Was du über den Schlafrhythmus deines Babys wissen musst

Gerade die ersten Monate nach der Geburt eines Babys sind für Eltern sehr anstrengend. Babys werden in der Anfangszeit oft stündlich wach und ein erholsamer Schlaf ist für die Eltern anfangs eher eine Seltenheit. Unregelmässige Schlafrhythmen sind bei Säuglingen jedoch ganz normal. Nach einer Zeit stellt sich ein gesunder Schlafrhythmus ein, bei dem sowohl die Eltern als auch das Baby nächtliche Ruhe finden. Wie viel Schlaf dein Kind benötigt und welche Tipps beim Einschlafen helfen können, erfährst du in diesem Artikel.

Schlafrhythmus Baby: Wie viel Schlaf brauchen Babies?

Der Schlafrhythmus und auch die Stundenanzahl können bei Babys ganz unterschiedlich sein. Gemein ist jedoch, dass das Schlafbedürfnis nach der Geburt ziemlich hoch ist und nach und nach absinkt. Durchschnittswerte beschreiben, wie viel Schlaf ein Baby in den ersten Lebensmonaten benötigt, wobei diese Werte deutlichen Schwankungen unterliegen. Nicht nur die Stundenanzahl an Schlaf, sondern auch die zeitlichen Abstände zwischen Schlaf- und Wachzuständen nehmen mit steigendem Alter langsam ab. Zu Beginn schläft ein Baby viele Stunden am Tag, wird jedoch auch sehr oft wach. In den kurzen Wachphasen muss das Baby dann in der Regel gefüttert oder gestillt werden. Dann wird es meistens noch gewickelt und schläft darauf hin wieder weiter. In den ersten 3 Monaten schlafen Babys ungefähr 17 Stunden am Tag – unterbrochen durch die kurze Wachphasen. Ab dem vierten Monat ist das Schlafbedürfnis auf ca. 14 Stunden täglich gesunken. Mit zwei Jahren schläft das Kind noch ungefähr 13 Stunden am Tag und diese Zahl nimmt im Laufe der Entwicklung weiter ab. Je älter das Baby wird, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es nachts durch schläft.

Einschlafprobleme Baby

Schlafrhytmus Baby: Gerade in den ersten Wochen ist es in der Regel nicht möglich, dass Babys eine Nacht durch schlafen. Es ist ganz normal, dass Babys hier oft alle 2 bis 3 Stunden wach werden. Durch diese Zeit müssen junge Eltern schlichtweg einfach durch – es wird schliesslich nach und nach besser. Bei manchen Babys verringern sich die nächtlichen Wachzeiten jedoch auch nach mehreren Monate nicht und oft kommen nicht nur Probleme beim Durchschlafen, sondern auch beim Einschlafen hinzu. Im Folgenden findest du einige Tipps, mit denen du das Schlafverhalten deines Babys positiv beeinflussen kannst.

Einschlaftipps Baby: Die besten Tipps bei Einschlafproblemen

1. Hab Geduld mit dem Schlafrhythmus

Um dein Baby an einen gesunden Schlafrhythmus zu gewöhnen, sollte du ausreichend Geduld mitbringen. Sei dir darüber bewusst, dass es eine Zeit lang dauern wird, bis dein Baby erholsam durch schläft. In keinem Fall solltest du mit zu viel Druck an die Sache herangehen. Dieser Druck wirkt sich spürbar auf dein Baby aus und führt somit eher in die entgegen gesetzte Richtung. Lass dir Zeit und sei dir im Klaren darüber, dass Schlafprobleme zu Beginn eine Herausforderung darstellen. Zudem wird es auch bei ersten Verbesserungen immer wieder Ausnahmen und unruhige Nächte geben. Deshalb solltest du die Herausforderung möglich gelassen annehmen.

2. Einschlafprobleme Baby: Im eigenen Bett oder bei den Eltern?

Viele Eltern fragen sich, ab wann das Baby im eigenen Bett schlafen sollte. Dies ist von Kind zu Kind unterschiedlich und lässt sich von daher nicht an allgemeinen Richtlinien festlegen.

Nach den ersten 5 Monaten ist das nächtliche Stillen in der Regel nicht mehr notwendig und das Baby kann über mehrere Stunden durch schlafen. Deshalb beginnen viele Eltern zu diesem Zeitpunkt mit der Gewöhnung an das eigene Bett im eigenen Zimmer. Du kannst damit aber auch später beginnen. Wichtig ist, dass du dich selber dabei wohl fühlst und ein gutes Gefühl hast, wenn dein Baby in seinem eigenen Bett schläft. Wenn du selber unsicher bist, solltest du lieber noch etwas warten. Auch bei der Gewöhnung ans eigene Bett ist Geduld gefragt.

3. Lasse dein Baby niemals schreien

Wichtig ist auch, dass du dein Kind niemals schreien lässt. Ein Baby schreit nicht ohne Grund, sondern hat stets ein Bedürfnis, das du erfüllen solltest. Für die Entwicklung ist es wichtig, dem Kind Sicherheit und Geborgenheit zu schenken. Lasse dein Baby nachts also niemals schreien, sondern erfülle stets seine Bedürfnisse. Andernfalls wird beispielsweise das eigene Bett mit negativen Assoziationen, wie Hilflosigkeit verknüpft. Dies würde vermehrt zu Einschlafproblemen führen. Das Bett sollte von deinem Baby als ein sicherer Ort wahrgenommen werden.

4. Führe feste Einschlafrituale ein

Eine geregelte Schlafhygiene hilft dabei, dein Baby auf die nächtliche Ruhe vorzubereiten. Wenn am Abend vor dem Einschlafen immer wieder die gleichen Rituale stattfinden, wird dein Baby optimal auf den Schlaf vorbereitet. Spätestens eine Stunde vor dem Schlafen sollte dein Baby langsam zur Ruhe kommen. Es ist hilfreich, wenn die abendlichen Abläufe wie beispielsweise Füttern, Waschen, Wickeln und bei älteren Babys auch Zähne putzen immer in derselben Reihenfolge ablaufen. Natürlich gehören auch schöne und beruhigende Einschlafrituale wie Schlaflieder oder eine Gute-Nacht-Geschichte mit dazu. Durch regelmässige Einschlafrituale spürt dein Baby, wann es Zeit ist Schlafen zu gehen und wird nicht davon überrascht „plötzlich“ ins Bett gelegt zu werden. Weitere Tipps für Einschlafrituale erfährst du bei swissmom.ch.

5. Bemühe dich um einen geregelten Tagesablauf

Auch ein geregelter Tagesablauf kann dazu beitragen, abends besser zur Ruhe zu kommen. Versuche deshalb schon tagsüber einen geregelten Rhythmus einzuführen. Dies bezieht sich beispielsweise auf die Fütterungszeiten und andere Aktivitäten wie Spaziergänge, Spielen oder Schmuse-Einheiten. Geregelte Abläufe geben deinem Kind Sicherheit und Orientierung. Trotz allem solltest du jedoch auch hierbei Geduld mitbringen und den Ablauf nicht zu ernst nehmen. Wenn dein Baby beispielsweise Hunger hat, solltest du es natürlich nicht schreien lassen, sondern füttern – egal wie viel Uhr es ist. Versuche regelmässige Abläufe also soweit es geht einzuführen, aber lasse Ausnahmen immer ganz entspannt zu.

6. Führe ein Schlafprotokoll

Wenn du die oben aufgezählten Tipps schon probiert hast, aber sich die Einschlaftipps Baby nicht bewährt haben, kannst du auch ein Schlafprotokoll führen. Dies ist vor allem dann hilfreich, wenn du das Gefühl hast nicht weiter zukommen und selber nicht weisst, warum dein Baby nicht schläft. In einem Schlafprotokoll hältst du alle Schlaf- und Wachzeiten aber auch viele weitere Faktoren, wie Besonderheiten des Tages, Fütterungszeiten, besondere Aktivitäten, Erkrankungen o. Ä. fest. Nach einer Zeit kannst du mit einem solchen Protokoll möglicherweise schon erste Schlussfolgerungen anstellen. Oft lassen sich daraus bestimmte Muster aufdecken, wodurch sich zurückführen lässt, von welchen Faktoren die Schlafqualität deines Babys abhängig sein könnte.

7. Bewahre die nächtliche Ruhe und schaffe klare Grenzen zwischen Tag und Nacht

Wenn dein Baby nachts wach wird solltest du stets darauf achten, die nächtliche Ruhe beizubehalten. Wenn dein Baby nachts wach wird, solltest du es natürlich beruhigen und gegebenenfalls auch stillen. Verhalte dich dabei jedoch keinesfalls genauso wie tagsüber. Schalte also kein grelles Licht ein, sprich leise und beginne nicht nachts mit deinem Baby zu spielen und wickle es auch nicht, wenn es nicht unbedingt nötig ist. So gibst du deinem Baby Orientierung und es lernt, die Nacht vom Tag zu unterscheiden. Beschränke die Aktivitäten also auf das Nötigste. Je schneller dein Baby wieder einschläft umso besser ist es.

8. Hole dir im Zweifelsfall Hilfe

Wenn die Schlafprobleme länger anhalten und du nicht mehr weiter weisst, solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. In der Regel werden die Schlafgewohnheiten deines Babys mit zunehmendem Alter immer besser. Die oben genannten Tipps können dir dabei helfen. Solltest du jedoch das Gefühl haben, keine Verbesserungen feststellen zu können und das Problem zu einer zunehmenden Belastung werden, solltest du dich nicht dafür schämen. Dieses Problem haben viele Eltern und es bedeutet keinesfalls, dass du ein „Problem-Kind“ oder dass du als Elternteil versagt hast. Manchmal ist professionelle Hilfe einfach notwendig, um aufzudecken, worin die Ursachen des Problems liegen. Hier ergeben sich dann oft ganz banale Faktoren, über die du vielleicht selber noch nicht nachgedacht hast. So lässt sich das Problem oft viel schneller und ganz einfach lösen. Hab also Geduld und nimm das Problem möglichst gelassen.

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