Schlafstörungen – Ursachen und Methoden die dir helfen können

Kurzfristige Einschlafstörungen sind kein Grund zur Besorgnis. Jeder Dritte leidet kurz- oder langfristig unter einer Schlafstörung. Schlafmittel helfen nur kurz und verstärken letztendlich die Einschlafstörung nur noch. Wenn du jedoch regelmässig unter Einschlafstörungen leidest, ist ein Arztbesuch notwendig. Vor allem bei medizinischen oder psychischen Ursachen ist es ratsam. Aber auch in diesen Fällen kannst du unterstützend und jederzeit zu Hausmitteln greifen. Naturmittel schaden dir nicht, sondern entspannen beim Einschlafen.

Einschlafstörungen und Schlafstörungen können viele Ursachen haben, an die du vielleicht gar nicht denkst.

Zu den Hauptursachen von Einschlafstörungen gehören:

  • Genussmittel mit Koffein, Nikotin oder Alkohol
  • Umgebung
  • Schichtarbeit
  • Jetlag nach einem Flug
  • Stress oder Erschöpfung
  • Winterdepression
  • Schwangerschaft
  • Ruhelose Beine (restless legs)
  • Tinnitus
  • Störungen von Herz und Kreislauf
  • Erkrankungen der Lunge oder der Atemwege
  • Erkrankungen im Magen oder Darm
  • Blasenschwäche, Prostata- oder Nierenerkrankung
  • Chronische Gelenkerkrankungen
  • Migräne oder Kopfschmerzen
  • Wechseljahre und die damit verbundenen Hormonveränderungen
  • Erkrankung der Schilddrüse
  • Neurologische Erkrankungen und Krebserkrankungen

Einschlaf- oder Schlafstörungen machen sich auf unterschiedliche Art und Weise bemerkbar.

Schlaflosigkeit mit Ein- und Durchschlafstörungen

Wenn du weder einschlafen noch durchschlafen kannst und morgens schon vor dem Klingeln deines Weckers wach bist, leidest du wahrscheinlich an Insomnie. Die Ursachen sind manchmal schwer auszumachen, doch die häufigsten Gründe für diese Störung sind bekannt. Trinkst du mehr Kaffee oder Alkohol als nötig? Dann kann das für diese Schlafstörung verantwortlich sein. Auch wenn du Drogen konsumierst, kommt es zu Schlafstörungen. Weitere schlafraubende Ursachen wie Hormonstörungen, häufiger Harndrang in der Nacht oder psychischer Stress sind bekannt. Sie können dich nachts zum Wahnsinn treiben. Auch Depressionen bringen Schlaflosigkeit mit sich.

Schlafsucht mit erhöhtem Bedürfnis nach Schlaf

Die Schlafsucht oder Hypersomnie kann auftreten, wenn du dich im Schlaf nicht ausreichend erholst. Dann brauchst du mehr Schlaf und das könnte alle möglichen Ursachen haben, organische oder nicht-organische. Sie tritt auch bei Medikamentenmissbrauch auf oder bei der Einnahme von übermässig vielen Schlafmitteln. Narkolepsie nennt man die gesteigerte und extreme Form dieser Schlafstörung. Du fühlst eine permanente Schläfrigkeit am Tag, obwohl du ausreichend geschlafen hast. Narkoleptiker überfallen unwiderstehlichen Einschlafattacken und sie schlafen an den unmöglichsten Orten einfach ein.Es kann auch in der Arbeit passieren und sie haben keinen Einfluss darauf. Das führt manchmal bis zur kompletten Erschlaffung der Muskulatur und Halluzinationen.

Störungen im Schlaf-Rhythmus

Wie bei jedem Menschen besitzt dein Organismus eine innere Uhr und richtet sich nach dem Tageslicht. Wenn diese Empfindung gestört ist, treten Schlafstörungen auf. Meistens hängen diese Störungen mit äusseren Einflüssen zusammen. Bei den Zeitumstellungen in Winter- und Sommerzeit oder bei Überseeflügen bei einem Jetlag spürst du es deutlich. Auch Schichtarbeiter leiden oft darunter. Zusätzlich treten mitunter Kopfschmerz, Schwindel und Verdauungsstörungen auf, wenn der Tagesrhythmus nicht mehr stimmt.

Angeborener Bio-Rhythmus

Wenn du zu den Menschen zählst, die morgens nicht aus dem Bett kommen und abends nicht müde werden, kann es sein, dass du einen anlagebedingten Schlaf-Rhythmus hast, der immer damit kämpfen muss. Manchmal spielt das Alter eine Rolle oder eine Anlage in der Familie. In der Medizin wird von einer verzögerten Schlafphase gesprochen. Dieser Rhythmus kann sich im Laufe des Lebens jedoch noch ins Gegenteil umkehren.

Schlafapnoe

Unter einer Schlafapnoe leiden viele Menschen, die nachts schnarchen. Auch sie gehört zu den Schlafstörungen, denn im Schlaf setzt der Atem aus. Im Rachen stoppt der Atemstrom durch einen Kollaps in den oberen Atemwegen.

Besondere Formen von Schlafstörungen

Wenn du im Schlaf unbewusst Dinge tust, an die du dich am Morgen nicht mehr erinnern kannst, wird dein Schlaf trotzdem gestört. Denn der Schlafprozess ist entweder unterbrochen oder nicht erholsam. Diese Sonderform heisst Parasomnie.

Dazu gehören Schlafwandeln und Angstträume. Sprechen im Schlaf und Zähneknirschen zählen ebenfalls dazu. Eine weitere Form der Parasomnie sind Bettnässen, lautes Schnarchen und Wadenkrämpfe.

Ausreichender Schlaf ist wichtig für die Gesundheit. Er tut dir gut und du brauchst ihn, um die Tagesereignisse im Schlaf zu verarbeiten. Die Wissenschaft beschäftigt sich schon jahrelang mit dem Thema und sammelt immer neue Erkenntnisse. Schlaf stärkt das Immunsystem. Schlaf macht schön und erhält den Körper jung. Wenn du das richtige Maß an Schlaf findest, brauchst du keine Diäten, sondern nimmt automatisch ab. Die Organe arbeiten besser, dein Stoffwechsel läuft. Wenn du gut schläfst, bleibst du seelisch ausgeglichen.

Bevor du zu Schlafmitteln greifst, die dein Problem auf lange Sicht nur verstärken und nicht lindern werden, kannst du mit Hausmitteln und ein paar Tricks auch besser einschlafen.

Die goldene Milch

Schon unsere Grossmütter wussten, dass warme Milch mit Honig ein natürliches Schlafmittel ist. Obwohl es keinen wissenschaftlichen Beweis gibt, sind Hinweise vorhanden, die Omas Behauptungen bestätigen. In der Milch sind zwei Substanzen für einen guten Schlaf enthalten. Die Aminosäure Tryptophan und das Hormon Melatonin sind unterstützende Wirkstoffe. Allerdings wurde nachgewiesen, dass die Mengen zu niedrig sind, um zu wirken. Deshalb geht die Wissenschaft davon aus, dass die Milch nur mit ihrem entspannenden und sättigenden Effekt dafür verantwortlich ist. Der Rest ist reine Psychologie und bekanntlich versetzt der Glaube auch Berge. Doch die goldene Milch wirkt und das ist die Hauptsache daran.

Lavendelöl

Ein Fussbad mit Lavendelöl am Abend entspannt. Maximal fünfzehn Minuten bei 37 Grad tun dir gut.

Latschenkieferöl

Wenn du schlecht einschlafen kannst, besorge dir im Reformhaus einen Badezusatz aus entspannendem Latschenkieferöl.

Vanilleöl

Bei Schlaflosigkeit verwendet man in der Aromatherapie Vanilleöl

Mango

Schneide eine Mango klein und rühre sie in Magerjoghurt am Abend.

Empfehlung für einen besseren Schlaf

Wenn du schon länger Einschlafprobleme hast, kann das an deinen elektronischen Geräten liegen. Du solltest nie ein Mobiltelefon oder Tablet am Nachtisch angeschaltet liegen lassen oder gar aufladen. Abgesehen davon, dass Ladegeräte nachts explodieren können, tun dir die Funkstrahlen von mobilen Geräten nicht gut. Schalte zwei Stunden vor dem Schlafengehen Fernseher, Computer und deine mobilen Geräte ganz aus. Denn das künstliche Licht der Geräte und die Helligkeit halten dich wach. Entspanne dich in den zwei Stunden mit Dingen, die deine Gedanken und die Augen beruhigen. Eine Tasse Kamillentee, Meditationsmusik oder ein gutes Buch helfen dir dabei.

Lesen

Genau wie Meditation hilft das Lesen einer Zeitung oder einem Buch. Der Lesestoff sollte beruhigend sein und dich nicht zusätzlich aufregen. Deine Gedanken werden beruhigt und die Augen müde.

Zählen oder Meditationsmusik

Zählen beruhigt die Gedanken und hat eine schlaffördernde Wirkung. Die Gedanken, die deinen Schlaf verhindern, werden abgelenkt. Anstatt Zählen kannst du dir auch eine schlaffördernde Meditationsmusik anhören. Diese findest du z.B. einfach auf Spotify. Du kannst dir auch etwas Schönes vorstellen, eine Reise in ein Land, wohin du gerne möchtest oder Wellen auf dem Meer. Wichtig ist nur, dass du deine Gedanken beruhigst und von Reizen ablenkst. Dann kannst du auch einschlafen.

Augenbinde, Ohrenstöpsel

Wenn du Schichtarbeiter bist und am Tag schlafen musst, hilft dir ein verdunkelter Raum und notfalls noch eine Augenbinde. Ohrenstöpsel lassen dich geräuschlos einschlafen.

Schläfst du aber dauerhaft schlecht, solltest du zum Arzt gehen. Gespräche, eingehende Untersuchungen und ein Schlaftagebuch helfen meist, die Ursache zu finden. Manchmal bringt auch erst der Aufenthalt in einem Schlaflabor Ergebnisse.

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